Bio Madagaskar Pfeffer mit kräftiger Würze
Selten, schwer zu erreichen und damit kostbar. Der auch unter dem Namen Voatsiperifery, zugegebenermaßen ein Zungenbrecher, bekannte Pfeffer, kann so manches. Lass dich von uns mitnehmen in die Welt des Urwaldpfeffers!
Aroma und Geschmack von Madagaskar Pfeffer
Man würde die beschwerliche Erntearbeit nicht auf sich nehmen, wenn der seltene, in etwa 20 Metern Höhe wachsende Pfeffer aus Madagaskar nicht ganz besonders schmecken würde. Voatsiperifery riecht ausgesprochen kräftig nach Pfeffer, fast schon - wie eine gute, schwere Zigarre. Erinnerungen an Wald und Harz schwingen mit. Wer die Dose öffnet, den erwartet ein warmer, runder Duft - es riecht nach frisch geschnittenem Holz und feuchtem, bemoosten Erdboden. Wer die kleinen Beeren, die durch den winzigen Stiel aussehen wie kleine Lutscher, probiert, kann neben einer sehr angenehmen Schärfe auch blumige, leichte Aromen erschmecken. Voatsiperifery ist etwas schärfer als gewöhnlicher schwarzer Pfeffer, bringt aber auch deutlich andere Aromen mit. Geübte Gaumen werde leichte Anklänge an Vanille und Tabak schmecken können.
Verwendung von Madagaskar Pfeffer
Da Pfeffer generell als eines der vielseitigsten Gewürze überhaupt gilt, überrascht es nicht, dass es bei deiner Verwendung einiges zu beachten gibt. Pfeffer verliert gemahlen schnell sein Aroma, daher kaufen ambitionierte Köche Pfeffer immer ganze Körner und mahlen bei Bedarf kleine Mengen frisch. Damit die sensiblen Aromen von Pfeffer bei zu großer Hitze nicht zerstört werden, solltest du Pfeffer immer am Ende eines Garvorgangs zufügen. Bei Schmorgerichten hat sich das Mitkochen ganzer Beeren bewährt, die du, in ein kleines Säckchen eingeschlagen, am Ende leicht wieder entfernen kannst, denn niemand beißt zu Tisch gerne auf Pfefferkörnern rum. Zudem empfiehlt es sich nicht Pfeffer anzubraten - Pfeffer verbrennt schnell und setzt bittere Aromen frei, welche die Ausgewogenheit eines Gerichts stören können. Jetzt kennst du die Basics und bist bereit. Auf an die Töpfe!
Was macht Madagaskar Pfeffer so besonders?
Bei rotem, grünem, weißem und schwarzem Pfeffer handelt es sich in jedem Fall um die Beeren der Pflanze ‚piper nigrum’. Sie unterscheiden sich ausschließlich im Hinblick auf Herkunft, Anbaumethode und Weiterverarbeitungsmethoden. Madagaskar Pfeffer (‚piper borbonese‘) ist eine andere botanische Form des Pfeffers, der bislang nicht angebaut werden kann und im Urwald von Madagaskar wächst. Daher wird er auch ‚Urwaldpfeffer‘ genannt. Der Name Voatsiperifery bedeutet in der Landessprache in etwa ‚Frucht der Tsiperifery-Pflanze‘, die den Einheimischen bei der Ernte einiges abverlangt. Im Gegensatz zu kultiviertem Pfeffer, der leicht geerntet werden kann, wächst die Kletterpflanze in die Baumkronen des Urwalds, was die Erntehöhe auf bis zu 20 Meter anwachsen lässt. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch müßig - große Erträge bleiben in einer Saison aus. So kann der Markt im Jahr etwa 1-1,5 t Madagaskar Pfeffer handeln. Eine wahre Rarität also, die auch deine Küche künftig zieren könnte?